Ins Boot Schnitzen um das Schwert zu finden*

Aktualisiert: 21. Juli



 

Es war einmal ein Mann im Königreich Chu, der überquerte den Fluss in einem Boot und sein Schwert fiel vom Boot ins Wasser. Eilig markierte er den Rand des Bootes mit seinem Messer und sagte: "Hier ist mein Schwert gefallen." Als das Boot an seinem Ziel anhielt, folgte der Mann der Markierung an der Kante des Bootes und ging ins Wasser, um sein Schwert zu suchen. Das Boot war inzwischen weit weg, und das Schwert befand sich immer noch an seinem ursprünglichen Platz. Ist es da nicht verwirrend, eine solche Methode anzuwenden, um das Schwert zu finden?


Diese Geschichte zeigt uns die Wahrheit, dass sich die Dinge in der Welt ständig verändern und weiterentwickeln. Wir sollten Probleme nicht einseitig, statisch und begrenzt betrachten, und wir sollten nicht an Dogmen festhalten. Wenn sich die Situation ändert, sollten sich auch die Methode und die Mittel zur Lösung des Problems ändern. Menschliche ideologische Wahrnehmungen, die nicht mit der objektiven Realität übereinstimmen, führen unweigerlich zu falschen Urteilen


Achtsamkeit fördert die Philosophie, im Leben eine "Anfängermentalität" zu bewahren. Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie schon alles wissen, sonst stagnieren Sie.


Einige der Erfahrungen und Wahrnehmungen, die Sie in der Vergangenheit gemacht haben, auch wenn sie gut waren, können möglicherweise die Probleme der Gegenwart nicht mehr lösen. Nur wenn Sie sich von Zeit zu Zeit von alten Erfahrungen und Wahrnehmungen befreien und neuen Erfahrungen mit Neugier und ohne Vorurteile begegnen, haben Sie die Möglichkeit, mehr zu erfahren.

Betrachten Sie die Erfahrungen und Informationen des Lebens mit Neugierde auf das Unbekannte. Nur so können Sie sich von Erwartungen und Ängsten befreien, die aus früheren Erfahrungen stammen.


*Diese Fabel stammt von Das Buch Lüshi chunqiu (deutsch Frühling und Herbst des Lü Buwei). ist ein enzyklopädischer chinesischer Klassiker zusammengestellt um 239 v. Chr. unter der Schirmherrschaft des Kanzlers der Qin-Dynastie Lü Buwei.

*Ein Teil der deutschen Übersetzung basiert auf der Buchreihe des Drachenhaus Verlags: Chinesische Sprichwort Geschichten Band 5. (www.drachenhaus-verlag.com